Kompakte Großfilter - die Alternative zum Reihenfilter

Absauganlagen mit Volumenströmen von mehr als 50.000 m³/h ...

Absauganlagen mit Volumenströmen jenseits von 50.000 m³/h werden aufgrund der bekannten Vorteile (u. a. Erweiterbarkeit) in aller Regel mit Reihenfiltern ausgestattet. Wie der Name schon sagt, werden einzelne Filterkammern hintereinander, d. h. in Reihe, angeordnet, so dass Baulängen von 10, 15 oder gar 20 Meter mit entsprechenden Filterflächen entstehen.

In einigen Fällen lassen die baulichen Gegebenheiten die Aufstellung solcher Konstruktionen nicht zu und es besteht die Forderung, auf kompaktem Raum möglichst große Filterflächen unterzubringen, um Absaugvolumenströme von bis zu 100.000 m³/h bei großem Materialeintrag zu erreichen. 

Die Lösung von SPÄNEX ist ein Kompaktfilter, das die Typenbezeichnung Filterhaus trägt. Bei einem quadratischen Grundmaß von ca. 4 x 4 m ist der Einbau von ca. 600 m² Filterfläche möglich, so dass Absaugstränge mit einer Kapazität von bis zu 90.000 m³/h angeschlossen werden können. 

Es ist selbstredend, dass dieses Filteranlagen entsprechend dem Industriestandard kontinuierlich betrieben werden können (Filterregenerierung durch Spülluftabreinigung) und dass die Absaugventilatoren roh- oder reinluftseitig (Überdruck- oder Unterdruckbetrieb) angeordnet werden können. 

Ein weiterer, wesentlicher Vorteil dieser Filterbauweise ist das große Material-Puffervolumen von ca. 30 m³, das zum Ausgleich von kurzfristigen Belastungsspitzen genutzt werden kann. Anlagentechnisch bedeutet dies, dass die in der Regel angeschlossenen pneumatischen Förderanlage zum Weitertransport des Materials in ein Silo oder Container auf den mittleren Materialanfall ausgelegt werden können. Das Ergebnis sind sowohl geringere Investitions- als auch geringere Betriebskosten, wobei insbesondere der letzte Punkt beachtlich sein kann. Das nachfolgende Beispiel mag dies verdeutlichen: 

Bei einem mittleren Materialanfall von 20 m³/h mit kurzfristigen Spitzenwerten von bis zu 30 m³/h ergeben sich bei einer Schüttdichte von 150 kg/m³ und einem Ventilator-Wirkungsgrad von 80 % folgende Werte:

  Transportluftmenge in m³/h Ø Transportleitung in mm Erforderliche Pressung in Pa Erforderliche Leistung in kW
Mittelwertauslegung 7.500 300 ca. 5000 ca. 13,0
Maximalwertauslegung 11.250 400 ca. 5000 ca. 19,5

Bei angenommener zweischichtiger Betriebsweise (ca. 3000 Betriebsstunden pro Jahr) ermittelt sich daraus eine Ersparnis von ca. 20.000 kWh pro Jahr.

Bei Anlagen mit geringerem Materialanfall übernimmt der Behälter eine Pufferfunktion und die Förderanlage muss nur intermittierend und nicht kontinuierlich betrieben werden. In einem konkreten Bedarfsfall konnte die Betriebszeit eines Transportventilators mit einer Motorleistung von 11 kW auf 1h/Tag reduziert werden. Bei der Altanlage war er täglich 8h in Betrieb.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Vorteile:

  • kompakte Bauweise und
  • Betriebskostenersparnis Transportanlage

handfeste und ausschlaggebende Argumente für den Einsatz der Filterhaus-Baureihen sind.

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