Standardfilter
Übersicht
Vielfalt
Das Standardfilterprogramm ist als Baukastensystem konzipiert und basiert auf fünf Flächenrastern, die mit vier Filterschlauchlängen kombiniert werden. Mit diesem System können fein gestuft Filtergeräte mit Filterflächen zwischen 30 und 300 m² realisiert werden. Das entspricht einer Luftmengenbandbreite von 3.000 bis 45.000 m³/h. Durch die Kombination der Einzelgeräte ist die Gesamtluftmenge duplizierbar.
Varianten
Sämtliche Filtergeräte können als Überdruck- oder Unterdrucksystem (Anordnung des Absaugventilators vor oder nach dem Filtergerät) ausgeführt werden. Die Abreinigung der Filterschläuche kann mechanisch durch Vibrationsmotor oder durch Druckluft (Jet-Puls) erfolgen.
Durch die Kombination einzelner Elemente der Filtergeräte sind unterschiedliche Baureihen darstellbar:
- Aufsatzfilter,
- Aufsatzfilter mit in der Reinluftkammer eingebautem Absaugventilator,
- Behälterfilter,
Aufsatzfilter ohne oder mit eingebautem Absaugventilator kombiniert mit einem Pufferbehälter, - Schleusenfilter,
Aufsatzfilter ohne oder mit eingebautem Absaugventilator kombinierbar mit einem Expansionstrichter und angebauter Zellenradschleuse.
Die aufgeführten Varianten können zum direkten Anschluss der Absaugrohrleitungen auch mit einer integrierten Einblaskammer ausgestattet werden.
Pluspunkte
- Optimale Anpassmöglichkeiten an den jeweiligen Bedarfsfall,
- hohe Unterdruckstabilität,
- kompakte Einheit insbesondere mit eingebautem Absaugventilator,
- geringe Geräuschabstrahlung,
- sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis durch Baukastensystem,
- kurze Montagezeiten durch im Werk vormontierte Elemente.
Anwendungen
Einsatz
Standardfilteranlagen werden in der Regel in dem Luftmengenbereich zwischen 3.000 und 45.000 m³/h eingesetzt.
Abhängig von dem Anwendungsfall werden sie wie folgt ausgeführt:
- Aufsatzfilter,
- Behälterfilter und
- Schleusenfilter.
Aufsatzfilter
Aufsatzfilter werden in der Holzbranche auf Silos als zentrale Filteranlage aufgebaut oder dienen als Endabscheider in Verbindung mit einer Zwischenfilteranlage. Die Absaugrohrleitungen bzw. die Transportleitungen münden in das Silo, d. h. das Späne-/Staubluftgemisch wird direkt in das Silo eingeblasen.
Diese Anlagen werden grundsätzlich als Überdruckanlagen (Absaugventilatoren auf der Rohluftseite angeordnet) ausgeführt, um Unterdrücke in dem Silo zu vermeiden.
Als Sondervariante ist das Aufsatzfilter auch ohne wetterfeste Verkleidung lieferbar (Einbaufilter). In diesem Fall wird der Filter in dem Filterraum des Silos untergebracht.
Behälterfilter
Die häufigste Variante ist die Kombination eines Aufsatzfilters mit einem Pufferbehälter. Es ist selbstredend, dass das Behälterprogramm in dem gleichen Flächenraster wie das Aufsatzfilterprogramm gefertigt wird.
Das Behältervolumen reicht in Abhängigkeit von dem Flächenraster von 1 bis zu 15 m³. Entsprechend dem Anwendungsfall sind unterschiedliche Austragesysteme (Fächerrad, Schnecke und Gelenkarm) einsetzbar.
Mit eingebautem Absaugventilator (Unterdrucksystem) lassen sich so kompakte Filterstationen realisieren, die wie folgt eingesetzt werden:
- Zwischenfilteranlage
Das abgeschiedene Material wird in dem Behälter gepuffert, so dass die Transportanlage zum Silo nur kurzzeitig in Betrieb genommen werden muss. Anfallende Materialspitzen werden ausgeglichen. - Zentrale Filteranlage
Unterhalb des Pufferbehälters wird eine Brikettierpresse angeordnet und das abgeschiedene Material brikettiert.
Die Brikettierpresse kann auch in dem Gebäude angeordnet werden und über eine Förderschnecke beschickt werden.
Schleusenfilter
Bei den Schleusenfiltern wird ein Aufsatzfilter mit einem Expansionstrichter und angebauter Zellenradschleuse kombiniert. In dieser Ausführung kann die Filteranlage auf ein Profilstahlgestell mit darunter angeordnetem Spänecontainer aufgestellt werden.
Alternativ dazu kann das über die Zellenradschleuse ausgetragene Spänematerial durch eine Transportanlage in einen oder mehrere Spänecontainer bzw. in ein Silo eingeblasen werden.
Die Schleusenfilter übernehmen bei sehr langen Transportwegen (Einstrangsystem) die Funktion des Endabscheiders auf Silos.
Ausführungen
Filter im Baukastensystem
Das Filter- und Behälterprogramm ist als selbsttragende Konstruktion ausgeführt, bestehend aus Eckstützen und gekanteten, verzinkten Stahlblechprofilen, die miteinander verschraubt werden. Durch das Baukastensystem kann das gesamte Filterprogramm aus wenigen Einzelelementen zusammengesetzt werden, so dass die Fertigung der Einzelteile in großen Stückzahlen erfolgen kann. In Verbindung mit modernen Fertigungsanlagen ergeben sich Kostenvorteile, die in einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis zum Ausdruck kommen.
- Filtermaterial/Abreinigung
Abgestimmt auf den Anwendungsfall wird das optimale Filtermaterial im Hinblick auf Qualität und Oberflächenbehandlung ausgewählt. Die Filterschläuche sind durch eine spezielle Verbindungstechnik (Schnappring) sehr einfach zu montieren bzw. demontieren.
Bei den mechanisch gereinigten Filtern wird über einen Vibrationsmotor ein Rüttelrahmen, der auf elastischen Elementen gelagert ist, in Schwingungen versetzt und so der im Inneren der Filterschläuche aufgebaute Filterkuchen entfernt. Die Abreinigung kann nur in den Betriebspausen erfolgen.
Bei den druckluftabgereinigten Filtern wird der durch Stützkörbe stabilisierte Filterschlauch von außen beaufschlagt. Während des Betriebes oder in den Betriebspausen wird durch Druckluft, die impulsartig eingeblasen wird (Jet-Pulse), der Filterschlauch aufgebläht und die außen anhaftende Staubschicht (Filterkuchen) abgelöst.
Beide Abreinigungsarten zeichnen sich dadurch aus, dass sie sowohl effektiv als auch schonend erfolgen, so dass lange Filterstandzeiten erreicht werden.
- Anschluss Absaugrohrleitungen
Die Filtergeräte können entweder mit einem vorgeschalteten Einblaskanal oder einer integrierten Einblaskammer ausgestattet werden. Die integrierte Einblaskammer bietet den Vorteil des direkten Anschlusses der Absaugrohrleitungen (kompakte Bauweise) und eine Verbesserung der Strömungsverhältnisse im Filter.
Vormontierte Filteranlage
Die einzelnen Elemente der Filtergeräte (Filter-, Reinluftkammer, Behälter, Trichter) können im Werk komplett vormontiert werden, so dass sie auf der Baustelle mit Hilfe eines Krans zusammengesetzt und miteinander verbunden werden müssen.
















