Absackfilter
Übersicht
Pluspunkte
Absackfilter werden in der Regel eingesetzt, wenn im Vergleich zu der Luftmenge geringe Materialmengen in Form von Spänen und Stäuben anfallen.
Absackfilteranlagen können vergleichbar dem Entstauber zu kompakten, energieeffizienten Entsorgungsstationen mit eingebautem, drehzahlgeregeltem Ventilator ausgebaut werden.
- Großer Leistungsbereich,
- integrierte Absaugventilatoren mit hohen Saugleistungen,
- unterschiedliche Lösungen zur Materialaufnahme bzw. Pufferung,
- optimales Preis-/Leistungsverhältnis durch Baukastensystem.
Leistungsdaten im Überblick
Typ Max. Volumenstrom Abfülltonnen Pufferbehälter
in m³/h Anzahl in l in m³
Raster I bis 10.000 2 330 3
Raster II bis 20.000 3 500 3
Raster III bis 30.000 3 500 5
Neben der Lösung mit Abfülltonnen können auch Pufferbehälter mit Absackvorrichtung über Zellenradschleuse mit nachgeschalteter Abfülltonne bzw. Bigbag eingesetzt werden.
Anwendungen
Einsatz
In der Praxis werden am häufigsten anlagentechnische Lösungen für Luftmengen bis 10.000 m³/h nachgefragt, die bis 6.000 m³/h im Regelfall mit Entstaubern (optimales Preis-/Leistungsverhältnis ) abgedeckt werden. Anzumerken ist, dass die Entstauber auch außerhalb des Gebäudes (wetterfeste Ausführung) aufgestellt werden können, wenn die Platzverhältnisse keine Aufstellungen im Arbeitsraum zulassen.
Nur in Fällen mit Luftmengen > 6.000 m³/h wird auf die klassischen Absackfilterlösung (außen aufgestellte Filteranlage mit Abfülltonnen) zurückgegriffen. Durch das aufwändige Rückluftsystem ergibt sich ein ungünstigeres Preis-/Leistungsverhältnis im Vergleich zu Entstauberanlagen
In Einzelfällen wird statt der Abfülltonnen eine Behälterlösung mit Absackvorrichtung über eine Zellenradschleuse favorisiert, da ein größeres Materialvolumen (bis zu 5 m³) während der maschinellen Bearbeitung gepuffert werden kann. Über die im Behälter integrierte Austragung und die Zellenradschleuse kann das Material nach Beendigung der Maschinenbearbeitung ausgetragen und in Kunststoffbeutel abgefüllt werden. Diese Variante wird häufig als Übergangslösung gewählt, wenn zu einem späteren Zeitpunkt eine Brikettierpresse eingesetzt werden soll.
Absackfilteranlagen werden häufig eingesetzt, wenn besondere Materialreste anfallen, die nicht den normalen Spänen beigemischt werden können, z. B. beim Lackzwischenschliff.
Absackfilteranlagen werden in der Regel mit integriertem Absaugventilator (Unterdrucksystem) mit mechanischer oder Jet-Pulse-Abreinigung geliefert.
Weitere Anwendungsfälle ergeben sich im Metallbereich bei Polierarbeiten.
Ausführungen
Standard
Standardmäßig werden die Filtergeräte mit zwei bzw. drei Abfülltonnen geliefert. Zur Vergrößerung des Abfüllvolumens sind auch Sonderlösungen mit einer größeren Anzahl von Abfülltonnen möglich.
Die Abfüllbehälter werden über eine Hubspannvorrichtung mit dem Expansionstrichter des Filtergerätes verbunden. Die Abfülltonnen sind zur einfachen Handhabung mit jeweils vier Fahrrollen ausgerüstet.
Die Absackfilter werden in der Regel mit integriertem Absaugventilator als kompakte Entsorgungsstationen geliefert.
Die Abreinigung der Filterschläuche kann wahlweise mechanisch über einen Vibrationsmotor oder über Druckluft (Jet-Pulse) erfolgen.
Sonderausführung
Als weitere Variante wird das Absackfilter anstatt des Expansionstrichters mit einem Behälter und einer Absackvorrichtung über eine Zellenradschleuse oder einen Handschieber geliefert.
Das in dem Behälter abgeschiedene Material kann nach der Maschinenbearbeitung in die Abfülltonne oder den Kunststoffbeutel abgefüllt werden. Anstatt eines Kunststoffbeutels kann auch ein Bigbag eingesetzt werden.


