Zuluftgeräte

Beschreibung

Mit Zuluftanlagen bestehend aus dem Zuluftgerät, dem Kanal- bzw. Rohrleitungssystem und der Zuluftdecke wird die über das Farbnebelabsaugsystem abgeführte Luft ersetzt.

Durch das Zuluftgerät wird die erforderliche Außenluft gefördert, gefiltert und auf die erforderliche Zulufttemperatur erwärmt. Dafür ist das Gerät mit einem Ventilator, einem Einschubfilter und einem Wärmeaustauscher (Heizregister) ausgestattet.

Zur Einsparung von Wärmeenergie und zur Reduzierung der erforderlichen Heizleistung kann das Zuluftgerät mit einem zweiten Wärmeaustauscher geliefert werden. Über diesen zweiten Wärmeaustauscher werden die abgesaugte warme Abluft und die angesaugte kalte Außenluft geführt und dabei bis zu 65 % der in der Abluft enthaltenen Wärmeenergie zurück gewonnen. Da in der Regel relativ große Luftmengen abluft- und zuluftseitig gefördert werden, amortisiert sich die Investition in die Wärmerückgewinnung aufgrund der zu erwartenden stetig steigenden Energiepreise in relativ kurzer Zeit. Ein weiterer wichtiger teilweiser entscheidungsrelevanter Faktor ist in der geringeren erforderlichen Heizleistung zu sehen. Dieser Vorteil bedeutet für viele Anwendungsfälle, dass die Heizleistung der vorhandenen Kesselanlage ausreicht, um den Wärmebedarf der Zuluftanlage zu decken.

Ausführung

Die Zuluftgeräte sind modular aufgebaut und in stabiler Kastenbauweise ausgeführt, bestehend aus einer feuerverzinkten Profilrahmenkonstruktion, die mit Eckverbindern aus Aluminiumdruckguss zu einer Einheit verschraubt werden. Der Profilrahmen ist komplett zerlegbar und äußerst stabil. In die Rahmenkonstruktion werden feuerverzinkte, doppelschallige Verkleidungsplatten mit dazwischen liegender Schall- und Wärmedämmung luftdicht eingeschraubt, die allseitig abnehmbar sind.

Folgende Elemente sind in die Zuluftgeräte eingebaut:

  • Einseitig saugender, besonders geräuscharm arbeitender Radialventilatoren mit hohen Wirkungsgraden für einen minimalen Stromverbrauch. Optional kann die Stromversorgung über Frequenzumformer zur Drehzahlanpassung bzw. -regelung erfolgen.
  • Jalousieklappe auf der Ansaugseite.
  • Beutelfilter eingebaut in einen ausziehbaren Filterrahmen zur Reinigung der angesaugten Außenluft.
  • Wärmetauscher (Heizregister) zur Erwärmung der vorgefilterten Außenluft auf die erforderliche Zulufttemperatur. Als Einfrierschutz ist das Heizregister mit einem Kapillarrohrfühler ausgestattet.
  • Saug- und druckseitig elastische Stutzen zum Anschluss des Kanalsystems.

Spezielle Lackarten erfordern sowohl für die Zulufttemperatur als auch die Luftfeuchte die Einhaltung bestimmter Sollwertbereiche. Bei diesen Anwendungsfällen sind die Zuluftgeräte zusätzlich mit einem Befeuchtungs- und einem Kühlmodul auszustatten. Damit besteht die Möglichkeit, die Außenluft zu kühlen und zu entfeuchten (Sommerbetrieb) bzw. aufzuheizen und zu befeuchten (Winterbetrieb). Geräte in dieser Ausführungsvariante werden nicht mehr als Zuluft- sonder als Klimageräte bezeichnet.

Die Zuluft- und Klimageräte können auch mit einem wetterfesten Gehäuse und  verbessertem Schallschutz zur Außenaufstellung geliefert werden.

Als Zubehör sind lieferbar:

  • Wärmetauscher zur Wärmerückgewinnung (Platten-, Rotationswärmetauscher und Kreislaufverbundsystem)
  • pneumatischer Stellantrieb für Frostschutz-Jalousieklappe
  • Motor-Dreiwegeventil zum Anschluss des Heizregisters an das Heizungssystem
  • Wandkonsolen
  • Wetterschutzgitter
  • direkt befeuerter Lufterhitzer (alternativ zu dem Heizregister)

 

Pluspunkte:

  • Vielzahl von Ausführungsvarianten
  • module Bauweise
  • stabile Rahmenkonstruktion
  • hoher Gesamtwirkungsgrad
  • vielfältiges Zubehör
  • wartungsfreundlich