Hohe Einsparung durch Brikettierung

Ein anerkannter Spezialist in der Kunststoffbranche, der als weltweit agierender Global Player bekannt ist, hat in großem Umfang investiert.

Die permanente Innovation und Verbesserung der Fertigungsprozesse machte an einem Standort die Absaugung von 2 Kunststoffmaschinen erforderlich. Die bei der Bearbeitung entstehenden und abgesaugten Kunststoffpartikel sollten dem Fertigungsprozeß wieder zugeführt werden, da sie als Rohstoff mit einem hohen Materialwert anzusehen sind. Da diese Produktionsreste jedoch in der anfallenden Form beim Extrudieren nicht einsetzbar sind, wurde der Vorschlag unterbreitet, die anfallenden Partikel zu brikettieren. Um die Brikettierbarkeit des Ausgangsmaterials zu testen, wurde bei SPÄNEX ein Brikettierversuch unternommen, der zu folgenden Ergebnissen führte:

  • hervorragende Brikettqualität, 
  • Volumenreduzierung ca. 8:1, 
  • Verwertbarkeit der Briketts beim Extrudieren.

Im Rahmen der Probebrikettierung konnte auch der Aspekt der Betriebssicherheit überprüft werden. Durch die bei der Brikettbildung entstehende Reibungswärme kommt es zu einer Temperaturerhöhung im Oberflächenbereich des Brikettstranges. Um ein Verkleben der Brikettierzange zu vermeiden, musste die Oberflächentemperatur unterhalb einer vorgegebenen Grenztemperatur liegen. Die entsprechenden Bedingungen konnten durch die vorwählbare Taktzahl der Hydraulikzylinder und die einstellbare Haltekraft der Brikettierzange erreicht werden.

Nachdem auch einige absaugtechnische Grundsatzfragen im Hinblick auf die Abreinigung der Filterelemente geklärt waren, konnte - unter Berücksichtigung der komplexen Aufgabenstellung sowie der räumlichen Randbedingungen - die optimale anlagentechnische Lösung festgelegt werden. Eingebaut wurden zwei kompakte Entsorgungsstationen, jeweils bestehend aus Vorabscheidekammer, dem Filterteil, einem Pufferbehälter mit Austragung und Zellenradschleuse sowie dem integrierten Absaugventilator. Aufgrund der druckstoßfesten Bauweise der Gehäuse sowie einer eingebauten Löschautomatik konnten diese kompakten Entsorgungseinheiten (Produktbezeichnung Großentstauber) in den Produktionsräumen aufgestellt werden.

Die an den Maschinenhauben erfassten Kunststoffsägespäne werden über die Absaugrohrleitungen zu den beiden Entstaubern gefördert. Die Späne werden bereits in der Vorabscheidekammer von dem Absaug-Volumenstrom getrennt und über die Austragung sowie die Zellenradschleuse an eine Transportleitung übergeben. Die restlichen Staubteile werden an den Filterelementen zurückgehalten, die leitfähig ausgeführt sind, um elektrostatische Aufladungen zu vermeiden. Die komplett gereinigte Luft wird über den integrierten Absaugventilator und den Austrittsschalldämpfer in den Produktionsraum zurückgegeben.

Der in den Filterelementen zurückgehaltene Feinstaub wird durch eine hocheffektive, jedoch schonende Vibrationsrüttlung entfernt und ebenfalls über das Austragesystem und die Zellenradschleuse an die Transportanlage übergeben.

Die von der Transportanlage, bestehend aus dem Rohrleitungssystem, dem Transportventilator und dem Zyklonabscheider, übernommenen Kunststoffteile werden in einen Vorlagebehälter mit einem Fassungsvermögen von 3 m³ gefördert. Unterhalb dieses Sammelbehälters ist die Brikettierpresse mit folgenden Leistungsdaten angeordnet: 

  •  verdichtetes Spänevolumen: 0,75 m³/h,
  • Schüttdichte der Kunststoffpartikel: ca. 120 - 180 g/l,
  • verdichtete Materialmenge: ca. 90 kg/h,
  • Brikettabmessungen: 125 x 70 x 56 mm,
  • Brikettgewicht: 0,4 kg.

Die für dieses Projekt verantwortlichen Mitarbeiter des Kunden waren nicht nur technisch von den Vorteilen der Lösung überzeugt. Die betriebswirtschaftlichen Daten lieferten das entscheidende Argument für die Anschaffung: Amortisationszeit ca. 1,5 Jahre.

Weitere Informationen zu dem Thema Absaug-/Entsorgungstechnik schicken wir Ihnen gern zu, bzw. stehen Ihnen im Internet zur Verfügung. Wenden Sie sich bitte an: 

 

SPÄNEX GmbH 

Luft-, Energie- und Umwelttechnik GmbH 

Otto-Brenner-Str. 6 

37170 Uslar 

Tel: 055 71 / 304-0 

Fax: 055 71 / 304-111 

E-Mail: info@spaenex.de

Internet: www.SPAENEX.de

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