Stromkosteneinsparung durch moderne, intelligente Absaugtechnik von SPÄNEX

Die Firma Vetter Möbelbau GmbH in Dessau, hat sich auf den Möbelbau und die Fertigung einschließlich Montage kompletter Inneneinrichtungen sowie Küchen für den privaten und gewerblichen Bereich spezialisiert.

1920 gegründet durch den Tischlermeister Paul Vetter hat sich der Familienbetrieb kontinuierlich entwickelt und beschäftigt heute, geführt durch denn Inhaber Frank Vetter, 20 festangestellte Mitarbeiter und bildet 4 Lehrlinge aus.

Im Zuge dieser Entwicklung wurde nicht nur in eine neue Produktionshalle und einen neuen Ausstellungs- und Bürotrakt sowie in die Erweiterung der Produktionskapazitäten investiert sondern auch in eine neue Absauganlage.

Die Anforderungen an die neue Absauganlage können wie folgt zusammengefasst werden:

- anzuschließende Maschinen: 12

- max. Luftmenge bei der Absaugung aller Bearbeitungsmaschinen: 26.200 m³/h

- Gleichzeitigkeitsfaktor: ca. 65 %

- max. Absaugluftmenge (inkl. Reservekapazität): 17.000 m³/h

- Betriebsweise: diskontinuierlich

- Luftrückführung: 100 %

- Späneentsorgung: Container

- gebäudenahe Aufstellung der Filteranlage

- leiser Betrieb und

- bestmögliche Energieeffizienz

SPÄNEX hat bereits Anfang der 90er Jahre die erste Absauganlage geliefert, die 2004 um einen Großentstauber zur Absaugung der CNC-Maschine erweitert wurde.

Nach einer intensiven Planungs- und Abstimmungsphase mit dem Inhaber wurde eine den Anforderungen entsprechende und energetisch überzeugende Lösung präsentiert, so dass der Firma Hopert & Klinzmann in Haldensleben und SPÄNEX der Auftrag zur Lieferung und Montage der neuen Absauganlage erteilt wurde.

Die gelieferte Anlage zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Kompaktfilteranlage mit integriertem, drehzahlgeregeltem Absaugventilator, bestehend aus 4 Modulen. Die einzelnen Module werden im Werk komplett vormontiert, so dass sie auf der Baustelle mit Hilfe eines Krans nur noch zusammengesetzt und verschraubt werden müssen. Das führt zu kurzen Montagezeiten. Das Filtergehäuse genügt der Feuerwiderstandsklasse EW 90, so dass das Filtergerät, wie gefordert, gebäudenah aufgestellt werden konnte.

    Modul 1:Schallisolierte Ventilatorzelle mit eingebautem drehzahlgeregeltem Radialventilator
    Der in die Ventilatorzelle eingebaute, direkt angetriebene Radialventilator hat im Auslegungspunkt einen Wirkungsgrad von 81 %, so dass bei dem max. Absaugvolumenstrom und der erforderlichen Pressung nur eine Motorleistung von 22 kW erforderlich ist.
    Die Ventilatorzelle ist standardmäßig mit Schallschutzmatten ausgekleidet, so dass auch im Volllastbetrieb kaum Geräusche wahrnehmbar sind. Zusätzliche externe Schalldämpfer sind nicht erforderlich.

    Modul 2: Filterzelle mit vibrationsabgereinigten Filterschläuchen
    Der hohe Abscheidegrad des eingesetzten geprüften Filtermaterials sichert einen Reststaubgehalt in der Rückluft von < 0,1 mg/m³, so dass die abgesaugte Luft zu 100 % in die Arbeitsräume zurückgeführt werden kann.
    Die Filterschläuche werden automatisch in den Arbeitspausen durch Vibration abgereinigt. Das Verfahren ist nicht nur effektiv sondern auch schonend, so dass lange Standzeiten für die Filterschläuche erreicht werden.
    Der Wärmerückgewinnungseffekt, der durch die 100%-ige Luftrückführung erzielt wird, ist beachtlich. Bei einem Ersatz des max. Absaugvolumenstromes von 17.000 m³/h durch Frischluft wäre bei einer tiefsten Außentemperatur von -15 °C und einer Raumtemperatur von 20 °C (Auslegungszustand) eine Wärmeleistung von ca. 200 kW vorzuhalten. Auch bei dem Einsatz einer Zuluftanlage mit Wärmerückgewinnung und einem Wärmerückgewinnungsgrad von 60 % wäre immer noch eine Heizleistung von 80 kW erforderlich.

    Modul 3:Spänepufferbehälter mit automatisch gesteuerter Austragung und Zellenradschleuse
    In dem Behälter des Filtergerätes wird das abgeschiedene Spänematerial aufgenommen. Das Behältervolumen von 4 m³ wird zur Pufferung des Materials genutzt, so dass die Austragung mit Zellenradschleuse und Förderschnecke nur sporadisch betrieben werden müssen. Durch das Puffervolumen des Behälters ist auch ein Containerwechsel ohne Probleme möglich.

    Modul 4: Container mit Beschickungsschnecke
    Das aus dem Behälter ausgetragene Spänematerial wird über die Zellenradschleuse an eine Förderschnecke übergeben, die das Material in einen Container fördert. Durch die spezielle Anordnung der Schnecke wird das Containervolumen nahezu vollständig ausgenutzt, da keine Kegelbildung auftritt. Die Funktion der Schnecke wird durch eine spezielle Sicherheitstechnik überwacht.
  • Absaugrohrleitungssystem bestehend aus drei Gruppen
    Durch die Gruppenaufteilung des Rohrleitungssystems wird das Einsparpotential der Drehzahlregelung in vollem Umfang genutzt. Dabei werden zwei Maschinen einzeln abgesaugt. Der Rest wurde in einer Gruppe zusammengefasst.
  • Rückluftkanal mit Umschaltmöglichkeit auf Abluftbetrieb und Frischluftansaugung
  • Elektroschaltung für die Gesamtanlage mit Drehzahlregelung für den Absaugventilator über einen Frequenzumformer.

Fasst man das Ergebnis zusammen, das durch die neue Absauganlage erzielt wird, so kann man feststellen: Effektivere Absaugung bei geringeren Stromkosten.

Den entscheidenden Beitrag leistet dabei die Drehzahlregelung. Durch den reinluftseitigen Einbau des Ventilators (Unterdrucktechnik) und den damit möglich Einsatz spezieller Laufräder mit höheren Wirkungsgraden wird bereits ein lohender Einspareffekt gegenüber der Altanlage erzielt. Der größere Anteil kommt jedoch von der Drehzahlregelung, die abhängig von den betriebenen Maschinen nur die Absaugleistung zur Verfügung stellt, die benötigt wird.

Aus den aktuellen Betriebsdaten ergibt sich nach einer nunmehr ca. 2-jährigen Betriebszeit ein mittlerer Leistungsbedarf von ca. 12,4 kW. D. h. im Mittel werden nur ca. 60 % der installierten Motorleistung von 22 kW benötigt.

D. h., die Investition in moderne und intelligente Absaugtechnik rechnet sich für die Firma Vetter und leistet einen wichtigen Beitrag zur Senkung der Betriebskosten. Weitere für das Unternehmen wichtige Aspekte sind der leise Betrieb und die einfache sowie komfortable Späneentsorgung.

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